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Weiterbau am Amtsgericht in Gelsenkirchen Buer durch F.-W. Struck Bau

Neubau Verwaltungsgebäude in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet / NRW

Bild- & Textquelle: WAZ

Bild und Texte übernommen aus dem Artikel der WAZ

Nach drei Jahren Stillstand geht es auf demehemaligen Amtsgerichts-Gelände in Gelsenkirchen-Buer endlichweiter: Der Bau wird fortgesetzt.

„Das sieht schlimmer aus, als es ist“, sagt Knut Kruska und deutet auf das halbfertige Haus. „Das sind nur Wasserflecken, die trocknen wieder.“ Kruska dreht sich um, zeigt auf ein anderes, ebenfalls unfertiges Gebäude, das allerdings noch kein Dach hat. „Das muss aber aber abgerissen werden.“ Kruska ist Geschäftsführer der Baufirma F.-W. Struck und steht auf dem Gelände des ehemaligen Amtsgerichts in Gelsenkirchen-Buer. Nach drei Jahren wird hier endlich weitergebaut – es sieht ganz so aus, als würde eine scheinbar unendliche Geschichte doch noch ihr Happy End finden.

Dass es eine „unendliche Geschichte“ werden würde, war vor vier Jahren noch nicht absehbar. Im September 2021 hatten Vertreter der Wohnungsgesellschaft Vivawest und des Essener Bauunternehmers Harfid in der Bezirksvertretung Nord noch ihre Pläne für das Gelände des ehemaligen Amtsgerichts an der Goldbergstraße vorgestellt. Das Amtsgericht hatte seit 2016 leer gestanden, im Frühjahr 2021 war es abgerissen worden. Unter dem Namen „Wohnen am Goldberg“ sollten dort, in allerbester Lage in Buer, neue Wohnungen entstehen.

So viele Wohnungen sollen in Gelsenkirchen-Buer entstehen Geplant waren 107 Wohneinheiten auf knapp 5700 Quadratmetern in mehreren fünfgeschossigen Gebäuden - dazu Autostellplätze, 82 in einer Tiefgarage sowie 30 Außenparkplätze. Harfid, so der Plan, sollte die Häuser bis Oktober 2023 fertig bauen, anschließend würde Vivawest das komplette Gelände schlüsselfertig übernehmen und vermieten.

Daraus wurde bekanntlich nichts. Zwar starteten die Arbeiten noch im Jahr 2021. Knapp ein Jahr später, im September 2022, ruhten aber die Baumaschinen. Der Grund: Harfid war in finanzielle Schieflage geraten, musste Insolvenz anmelden . Am Goldberg kehrte Stillstand ein, und die Baustelle bot in den folgenden Jahren ein trostloses Bild. Einige Gebäude waren zumindest im Rohbau fertig. Von anderen standen erst einige Mauern, Sonne, Regen und Wind setzte dem Material zu, schien es. Drei Jahre lang geschah nichts.

Rospek anlässlich einer Baustellenbesichtigung Anfang Oktober berichtete. „Für uns als Gelsenkirchener Unternehmen war klar: Wir wollen das Projekt fertigstellen“, so Rospek, „und zwar in Eigenregie.“ Doch das war nicht so einfach. „Unsere Rechtsabteilung könnte ein ganzes Buch über den Vorgang schreiben“, scherzt der Sprecher. Eines der Probleme sei gewesen, dass Harfid für jedes seiner Bauprojekte eine eigene Gesellschaft gegründet habe. „Eine Gesellschaft war Grundstückseigentümer, eine andere hat gebaut“, so Rospek. „Und während die eine noch lief, hatte die andere schon Insolvenz angemeldet.“ Das juristisch auseinander zu flechten, erwies sich als Herausforderung.

Christoph Schüler, Bauleiter bei Vivawest, nickt zustimmend. „Wir hatten durch die Insolvenz zunächst keine Rechte an dem Gelände“, berichtet er, „und konnten uns lange kein Bild vom Zustand machen.“ Außerdem habe man die Architekten und Bauingenieure, die zuvor mit Harfid zusammengearbeitet haben, wieder dafür gewinnen müssen, weiterzuarbeiten. „Die haben dabei natürlichauch Geld verloren“, sagt Schüler. „Für die Architekten, die das Projekt geplant haben, ist es aber auch eine Herzensangelegenheit. Die sind froh, dass es weiter geht.“ Die alten Pläne werden unter dem neuen Generalunternehmer eins zu eins umgesetzt. „Jede Änderung hätte natürlich auch wieder genehmigt werden müssen, das hätte uns im Zeitplan noch weiter nach hinten geworfen“, so Schüler. Diese Gebäudeteile müssen abgerissen werden Als Generalunternehmer beauftragte Vivawest die Bochumer Baufirma F.-W. Struck. Die hat Erfahrung mit Harfid-Projekten: In Bochum brachte die Firma ebenfalls ein von Harfid begonnenes Projekt zu Ende. Vivawest- und Struck-Vertreter begutachteten die Baustelle an der Goldbergstraße: Danach stand fest, wie genau mit welchen Gebäudeteilen zu verfahren sei.

„Die Gebäudeteile C, D und E werden abgerissen, lediglich die Tiefgarage und die Aufzugschächte bleiben davon erhalten“, fasst Struck-Geschäftsführer Kruska zusammen. Das sind die Gebäude im mittleren Bereich des Geländes, von denen nur die erste Etage fertiggestellt wurde. Dabei spiele die Tatsache, dass die Gebäudefragmente so lange der Witterung ausgesetzt waren, gar nicht so eine große Rolle. Kruska: „Die große Unbekannte ist das Mauerwerk, wir wissen nicht, was genau da verbaut wurde.“ Kruska will erfahren haben, dass Harfid-Mitarbeiter zum Teil selbst Baumaterialien gekauft haben, um ihre Arbeit fortsetzen zu können,als die Firma selbst schon nicht mehr dazu in der Lage war. „Am Engagement der Leute hat es nicht gelegen, dass Harfid in die Insolvenz musste“, sagt der Bauunternehmer. Dennoch: Weil man eben nicht wisse, was genau verbaut wurde, sei es sicherer, abzureißen. „Es sind ja lediglich die ersten Etagen gebaut worden setzen wir dort jetzt ein Stockwerk drauf, können wir nicht gewährleisten, dass alles stabil ist.“ Das ist der Zeitplan für die Arbeiten Im Gegensatz zu den Gebäudeteilen, die bereits überdacht sind und über Fenster verfügen: Die dürfen stehen bleiben. „Da sehen wir ja, dass es hält“, sagt Kruska. Dabei handelt es sich um die beiden Gebäude am westlichen Ende des Geländes. „Dort können wir die Arbeiten einfach fortsetzen“, so Kruska.

In der kommenden Woche sollen die Abrissarbeiten beginnen, im November rücken dann die Maurer an. Bis dort die ersten Mieter einziehen, werden aber noch Jahre ins Land gehen. „Wir rechnen damit, die Immobilien im April 2028 übernehmen zu können“, sagt Christoph Schüler von Vivawest. Im Sommer 2028 könnten die Wohnungen dann bezogen werden. Anfang 2028 werde Vivawest voraussichtlich mit der Vermarktung beginnen.

Quelle: WAZ

 

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